13. Juli 2010: Ende von Support und Sicherheits-Updates für Windows XP und Windows 2000

 
Am 13. Juli 2010 lässt Microsoft den erweiterten Support sowie die kostenlose Versorgung von Sicherheits-Updates für einige Windows-Versionen auslaufen. Davon betroffen ist die ganze Familie der Windows 2000 Reihe sowie Windows XP mit Service Pack 2 (zur Erinnerung: Windows XP Versionen mit Service Pack 1 oder gar ohne Service Pack werden seit Längerem nicht mehr von Microsoft unterstützt). Wer weiteren Support erhalten möchte, muss auf eine neuere Windows-Version upgraden. Für Windows XP SP2 und Windows 2000 ist nach dem 13. Juli 2010 nur noch ein begrenzter kostenloser Online-Support über die Knowledge-Base-Artikel, FAQs und einige Tools von Microsoft möglich.

Der übliche Support von Microsoft wird in zwei Phasen aufgeteilt. In der ersten Phase bietet Microsoft einen sogenannten „Mainstream-Support“ für fünf Jahre bzw. zwei Jahre nach Erscheinen des Nachfolgers eines Betriebssystems an. Während dieser Zeit stellt Microsoft Sicherheitsupdates kostenlos bereit und bearbeitet (teilweise kostenpflichtig) technische Anfragen. Auch nimmt das Unternehmen aus Redmond während dieser Zeit Anträge auf Hotfixes entgegen, die nicht im Zusammenhang mit sicherheitsrelevanten Themen stehen.

Nach dem ersten Zeitraum gewährt Microsoft in der zweiten Phase einen erweiterten Support (“extended support“) für weitere fünf Jahre. Dieser gilt jedoch nur für Business- und Entwicklerprodukte, Ausnahmen hiervon sind Windows XP Home Edition und Windows XP Media Center Edition. Während der zweiten Support-Phase sind nur diejenigen Patches kostenlos, die von Microsoft als sicherheitskritisch eingestuft werden. Andere Patches sind kostenpflichtig.

Für Service Packs gilt normalerweise ein Support bis zu 12 Monaten nach Erscheinen des Nachfolgers. Bei Windows XP Service Pack 2 wurde der erweiterte Support jedoch ausnahmsweise aufgrund von zahlreichen Kundenanfragen auf 24 Monate verlängert.

Windows XP zählt trotz seines fortgeschrittenen Alters immer noch zu den beliebtesten Betriebssystemen. Laut diversen Quellen beträgt der Anteil von Windows XP in Unternehmen bis zu 80 Prozent. Bis zur Hälfte dieser Rechner laufen noch mit Service Pack 2, obwohl der Nachfolger Service Packt 3 bereits im April 20008 erschienen ist und somit mittlerweilen über zwei Jahre alt ist. Windows XP Nutzer müssen nach dem 13. Juli 2010 jedoch nicht zwangsweise auf ein neues Betriebssystem umsteigen, sondern können mit einer Installation des Service Packs 3 den „extended support“ noch bis 2014 nutzen.

Beim Windows Server 20003 endet am 13. Juli 2010 die erste Support-Phase, die zweite Phase („extended support“) läuft bis zum 14. Juli 2015.

Nutzern von Windows 2000 bleibt leider nichts anderes übrig als der Umstieg auf ein neueres Betriebssystem, da auch der erweiterte Support nach dem 13. Juli 2010 ausläuft und die Pflege des Betriebssystems damit endgültig eingestellt wird. Windows 2000 Professional Nutzer sollten z.B. auf Windows 7 Professional oder Windows 7 Ultimate umsteigen, Windows 2000 Server Versionen sollten ersetzt werden durch Windows Server 20003 oder noch besser Windows Server 20008 RC2.

Ein Umstieg auf ein neueres Betriebssystem oder die Installation des Service Packs 3 bei Windows XP ist auf jeden Fall ratsam. Experten zufolge sind Angriffe auf Sicherheitslücken von Windows XP SP2 oder Windows 2000 spätestens drei bis vier Monate nach dem oben genannten Stichtag zu erwarten. Unser PC-Hilfe-Dienst hilft Ihnen beim Aktualisieren Ihres Betriebssystems und unterstützt Sie beim Umzug Ihrer persönlichen Einstellungen und Daten.


 
 
Weitere Beiträge aus diesem Bereich:
 
» Heimliche Sammlung von persönlichen Informationen beim Internet-Surfen: Ein Bericht über zählende Pixel und exotische Kekse
» Kritische Sicherheitslücke bei 64-Bit Windows-Systemen mit aktivierter Aero-Oberfläche entdeckt
» BGH-Urteil zur Störerhaftung für Betreiber von WLANs (Az. I ZR 121/08)
» Beratung über die Gefahren bei E-Mails (Adress- und Datenklau, Spam)
» Sichere Nutzung des Internets (rechtliche Grundlagen beim Onlinekauf, Online-Banking)
» Service Pack 1 für Windows 7 und Windows Server 2008 RC2
» Gefälschte Sicherheitssoftware (Rogue-Anti-Spyware) nimmt zu
» Nachtrag zum BGH-Urteil zur Störerhaftung: Voreingestellter WPA-Schlüssel bei WLAN-Routern zum Schutz nicht ausreichend
» Kostenloser Schutz vor Viren, Malware und sonstigen Computer-Schädlingen
» Seit dem 11.06.2010 gilt das neue Widerrufsrecht: Zweiwöchige Widerrufsfrist nun auch bei Auktionsportalen wie eBay & Co.

 
 
Statistik für » 13. Juli 2010: Ende von Support und Sicherheits-Updates für Windows XP und Windows 2000
[Gelesen: 5834 | heute: 2 | zuletzt: 23. September 2017]

Kommentar schreiben